Fluxkompensator fluxuiert – die Herausforderungen beim Synchronisieren fremdsprachiger Materialien

22,Okt,2015

Heute Nacht um 1:49 Uhr deutscher Zeit (Mittwoch, 16:49 in Kalifornien) ist Marty McFly in Docs DeLorean in Hill Valley angekommen. Ein Ereignis, auf das nicht nur viele Fans der Zurück in die Zukunft-Trilogie (kurz: ZidZ) hingefiebert haben. Dieser Tage wurde in vielen Medien analysiert, welche Prophezeiungen der Kultfilme sich, gut 30 Jahre nach deren Entstehung, bewahrheitet haben. Einige Enttäuschungen vorab: Wir müssen leider auf dem Boden der Tatsachen bleiben und benötigen zur Fortbewegung auf Skateboards und in Autos immer noch Räder. Andere Ideen wie digitale Brillen und unendliche Fortsetzungen von Filmen (in ZidZ: der weiße Hai) haben sich jedoch in der einen oder anderen Form bewahrheitet.

                                                                      back to the future

Marty konnte diese futuristischen Entdeckungen dank Docs einzigartiger Erfindung machen: dem Fluxkompensator! Klingt wie ein höchst kompliziertes, technisches Teil, aber es handelt sich schließlich um eine Zeitmaschine. Wer die Filme in der Original-Sprache kennt, weiß aber: Es ist gar kein Kompensator, sondern ein „flux capacitor“, also genau genommen ein „Fluxkondensator“, der die Zeitreisen ermöglicht. Trotz dieses Übersetzungsfehlers, der wohl schwerwiegende Folgen gehabt hätte, wäre der DeLorean anstatt 1885 von einem Zug erfasst zu werden in Serienproduktion gegangen, ist der Fluxkompensator ein klassisches Beispiel eines Wortes, das es in die deutsche Popkultur geschafft hat. Und davon gibt es im deutschen Sprachgebrauch, dank der Synchronisierung von fremdsprachigen Filmen in der deutschen Filmindustrie, eine Menge.

„Ich schau dir in die Augen, Kleines!“ ist wohl eines der berühmtesten Filmzitate überhaupt. Auch wenn es vom Original eher abweicht („Here’s looking at you, kid!), ist dies ein sehr schönes Beispiel eines sehr gelungenen Filmzitats. Doch die Filmindustrie ist hektisch und schnelllebig, daher bleibt oftmals für Übersetzungen nicht viel Zeit. So schleichen sich natürlich schnell Übersetzungsfehler ein. Das kann im Kino oder daheim vor dem Fernseher schon mal für Verwirrung sorgen: Wenn ein „peg“ zum „pig“ wird und Astronauten auf Apollo 13 eckige Schweine in runde Löcher schieben wollen oder bei den Blues Brothers trotz „blow the harp“ keine Harfe zu sehen ist, dann liegt das nicht am Drehbuchautor, sondern an der vernachlässigten Synchronisation. Dies sind nur wenige Beispiele an Filmen, die es, womöglich auch oder vor allem aufgrund dieser Übersetzungsfehler, mit Ihren Sprüchen und Phrasen in die deutsche Popkultur geschafft haben.

Die Synchronisation von fremdsprachigen Medien ist nicht nur in der deutschen Filmindustrie gang und gäbe. Auch viele internationale Unternehmen haben Bedarf an Synchronisationen, Vertonungen und Untertitelungen, z. B. von E-Learning-Materialien für Kunden und Mitarbeiter im Ausland. Übersetzungsfehler sind in diesen Fällen selbstverständlich tabu! Haben Sie Bedarf an fremdsprachlichen Synchronisationen, Vertonungen und Untertitelungen? Dann setzen Sie sich mit unserem Expertenteam von The Translation People in Verbindung und erhalten Sie eine individuelle, auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Beratung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

 

Quellen:

http://www.zehn.de

https://de.wikipedia.org

www.faz.de