Fortschritt durch neue Sprachtechnologie: der Untertitel-Dolmetscher

01,Aug,2012

Die moderne Sprachtechnologie ist auf dem Vormarsch: Ein weiteres Beispiel ist der automatische Untertitel-Dolmetscher, der in Skandinavien zum Einsatz kommt.

Untertitel-Roboter

Nachdem Computer lange Zeit Schwierigkeiten hatten, Sprache zu verarbeiten, erfreuen sich nun Forschungsprojekte zur maschinellen Übersetzung einer gestiegenen finanziellen Unterstützung. Die Technik ist so weit fortgeschritten, dass sie zwar den menschlichen Übersetzer nicht ersetzt, dessen Arbeitsleistung und die Konsistenz der Übersetzungen jedoch steigern kann.

Ein automatischer Untertitel-Dolmetscher macht sich mittlerweile in Skandinavien an die Arbeit und übersetzt Untertitel von Fernsehprogrammen. So können täglich Untertitel für bis zu 15 Fernsehprogramme erstellt werden, die hauptsächlich aus dem Englischen oder Schwedischen ins Dänische und Norwegische übersetzt werden. Das Prinzip der automatischen Übersetzung ist seit 15 Jahren bekannt. Der elektronische Dolmetscher greift dabei auf bestehende Übersetzungen zurück, wertet sie statistisch aus und wendet die statistischen Regeln bei der Übersetzung der Untertitel an.

So lassen sich im Hinblick auf Fernsehuntertitel gute Ergebnisse erzielen, denn sie sind kurz, prägnant und kommen ohne komplexe Satzkonstruktionen aus. Sitcoms sind für die maschinelle Übersetzung gut geeignet, auch wenn deren Dialoge oft Witze und Zweideutigkeiten beinhalten. Der Inhalt der Dialoge ist relativ einfach und wiederholt sich oft. Daher eignet er sich besser für die automatische Übersetzung als Dokumentarfilme mit zahlreichen Fachbegriffen. Auch ist die Übersetzung von literarischen Werken zu schwierig, da sie als zu umfangreich und komplex gelten. Diese werden nach wie vor von menschlichen Übersetzern angefertigt.

Quelle: Basler Zeitung