Kulinarische Reise mit Hindernissen – Übersetzung von Lebensmittelbezeichnungen

02,Mai,2014

Lust, mal wieder das Lieblingsessen aus dem letzten Urlaub zu genießen? Oder Fernweh, aber für eine Reise keine Zeit? Dank dem Alleskönner Internet heutzutage kein Problem mehr. Zumindest einer kulinarischen Reise steht zunächst nichts mehr im Weg: Ausländische Lebensmittel oder Gerichte googeln, beim Onlinehändler bestellen, zubereiten und die kulinarischen Köstlichkeiten fremder Länder zu Hause genießen. Besonders beliebt sind derzeit Spezialitäten aus Großbritannien oder den USA, aber auch die spanische, schwedische oder asiatische Küche hat viele Fans. Während jeder Fish and Chips, Spare Ribs und Paella kennt, wird dies bei Balti, Kroppkakor und Yakitori allerdings schon schwieriger. Nicht jeder wird auf Anhieb sagen können, welche Gerichte sich dahinter verbergen. Oder wissen Sie genau, worum es sich handelt?

Vor diesem Problem stehen auch viele deutsche Onlinehändler. Denn die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung (LMKV), eine Festlegung der Anforderungen an die sprachliche Kennzeichnung von Lebensmitteln, besagt, dass die Angaben auf der Verpackung ausländischer Produkte auch auf Deutsch erfolgen müssen. Die Beschriftung muss dabei gut sichtbar, unverwischbar, leicht lesbar und verständlich sein. Eine Ausnahme tritt dann ein, wenn auch durch Verwendung einer anderen Sprache das Verständnis des Verbrauchers nicht beeinträchtigt wird. Deshalb bedarf etwa Paella oder Spare Ribs für einen Verkauf in Deutschland keiner Übersetzung, Kroppkakot hingegen schon. Selbes trifft übrigens auch auf die Nährwertkennzeichnungsverordnung zu.

Bestätigt wird dies nochmals durch ein Urteil des Bundesgerichtshofes ( BGH, Urteil vom 22.11.2012, Az.: I ZR 72/11). Die Vorschriften zur Kennzeichnung werden darin als Marktverhaltensregelungen anerkannt. Außerdem werden Zuwiderhandlungen kostenpflichtig abgemahnt, Bußgelder im Falle eines Verstoßes fällig. Onlinehändler müssen also eine ausreichende Kennzeichnung ausländischer Lebensmittel durch sorgfältige Überprüfung sicherstellen und gegebenenfalls nachbessern – eine fachkundige Übersetzung von Lebensmittelkennzeichnungen ist oft unumgänglich. The Translation People unterstützt seit mehr als 30 Jahren renommiert Unternehmen im Lebensmittelbereich und berät Sie gerne.

Um Sie nicht im Unklaren zu lassen, hier die Auflösung zu Balti, Kroppkakor und Yakitori:

Großbritannien: Balti

Ein Balti ist eine Art von Curry serviert in einer Wok-ähnlichen „Balti-Schüssel“. Es wird in vielen Restaurants im Vereinigten Königreich angeboten, außerdem findet man es in vielen Variationen fertig zubereitet im Supermarkt. Balti soll in Birmingham, England erfunden worden sein. Als Beilage wird Reis oder Naan-Brot serviert.

Schweden: Kroppkakor

Kroppkakor sind eine Art Kartoffelklöße aus gepressten Kartoffeln, Mehl und Eiern, gewürzt mit Salz und Piment. Die Masse wird zu Klößen geformt und mit einer Fleischmischung, oft aus Speck- und Zwiebelwürfeln, gefüllt. Typische Beilagen sind Preiselbeerkompott, Sahne oder zerlassene Butter. Heute kann man das Gericht auch als Fertiggericht überall im Lebensmittelhandel kaufen. Es gehört zur schwedischen Hausmannskost.

Japan: Yakitori

Yakitori sind gegrillte Fleisch-, Fisch-, Meeresfrüchte- und Gemüsespießchen, die mit Salz oder einer würzigen Soße als Dip serviert werden. Die Soße besteht hauptsächlich aus Mirin, Sojasauce und Zucker. Traditionelles Yakitori besteht nur aus Hühnchenteilen und Gemüse, heutzutage werden aber auch alle anderen Grillspieße so bezeichnte.